Sonntag, 16. April 2017

Rezension: Die Ungehörigkeit des Glücks

Jenny Downham - Die Ungehörigkeit des Glücks


Autorin: Jenny Downham

Verlag: C.Bertelsmann

Preis: 19,99€ (gebundene Ausgabe)

Seiten: 480

Erscheinungsdatum: Februar 2016

Originaltitel: Unbecoming


Klappentext:

Katie - Caroline - Mary
Drei Frauen, Drei Generationen, Drei Lebensgeschichten
Die Begegnung der drei lässt alte Wunden aufbrechen und Lebenslügen zerbrechen. Als die 17-jährige Katie ihrer Großmutter Mary zum ersten Mal begegnet, hat diese schon deutliche Anzeichen von Alzheimer. Katie erkennt das Liebenswerte und Faszinierende an der alten Dame, und vor allem beginnt sie, deren Erinnerungen aufzuschreiben. Sie spürt dabei Familiengeheimnisse auf, die nicht nur ihre Mutter Caroline in ein völlig neues Licht rücken.


Autorin: 

Jenny Downham wurde 1964 in London, Großbritannien geboren. Sie arbeitete sieben Jahre lang als Schauspielerin bevor sie sich dem Schreiben widmete. Mit einer freien Theatergruppe toure sie durch das Land und trat unter Anderem in Jugendzentren, Gefängnissen und Kliniken auf. Mittlerweile lebt sie mit ihren beiden Söhnen in London. »Bevor ich sterbe« ist Jenny Downham erster Roman. Er handelt von der 16-jährigen Tessa und ihrem Kampf gegen die Leukämie. In Deutschland wurde »Bevor ich sterbe« als Hörbuch, gelesen von Anna Thalbach, veröffentlicht. 2008 erhielt Jenny Downham den Brandford Boase Award und wurde zudem für den Guardian Award 2007, Lancashire Children's Book of the Year 2008 und die Carnegie Medal 2008 nominiert.
(Quelle: LovelyBooks)


Cover:

Das Cover ist sehr schlicht gestaltet. Zu sehen ist eigentlich nur der Name der Autorin, der Titel und ein junges Mädchen mit strahlend blauen Augen.
Irgendwie wirkt das Mädchen traurig, ich könnte mir außerdem vorstellen, dass dies eine Anspielung auf Katie sein soll. Allerdings passt es im Nachhinein eher weniger, denn im Laufe des Buches erfährt man, dass Katie eine rote Mähne hat.
Trotzdem gefällt mir die Art des Covers wirklich sehr gut.


Zitat:

Der Mann sah aus, als überlegte er es sich. Er musterte Mary gründlich. "Wir sind hier in einer Gedächtnisklinik, Mrs. Todd."
"Aber natürlich", sagte Mary. "Das erklärt, warum kein Mensch durchblickt."
Seite 110, Z. 24

Persönliche Meinung:

Da ich schon die anderen beiden Romane der Autorin mit recht großer Begeisterung las, hatte ich dieses Buch schon lange auf meiner Wunschliste.

Die Hauptprotagonisten sind hier die 17-jährige Katie, ihre Mutter Caroline & wiederum ihre Mutter Mary.
Katie ist ein junges Mädchen, welches es nicht leicht hat. Nicht nur in der Schule muss sie sich mit verschiedenen Leuten rumärgern, die sie nicht mehr ernst nehmen können, nach einem kleinen Vorfall.
Auch muss sie sich viel um ihren Bruder Chris kümmern, der etwas zurück geblieben ist. Zusätzlich zum täglichen Alltagsstress taucht ihre Großmutter Mary aus dem nichts auf & Katie erhält von ihrer Mutter noch die Aufgabe, sich um Mary zu kümmern und auf sie aufzupassen. Das ist allerdings momentan wohl das schönste und aufregendste in ihrem Leben.
Katie ist ein wirklich sehr symphatisches Mädel, allerdings auch sehr neugierig. 

Caroline war für mich von fast vornherein eine eher anstrengende Person. Irgendwie konnte ich mich nicht ganz mit ihrer Art, ihrer Verschlossenheit und sowieso ihrer Persönlichkeit anfreunden. 

Mary hingegen tat mir so oft sehr leid, ich mochte sie richtig gerne als Protagonistin. Außerdem war es schön zu lesen, wie Menschen um ihre Träume kämpfen. Leider aber auch, wie sie teilweise hintergangen und für würdelos abgestempelt werden.

Die Protagonisten als Zusammenspiel in der Geschichte, haben mir sehr gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass mir irgendwie die Tiefgründigkeit gefehlt hat. Ich war in einigen Momenten zwar berührt, allerdings fand ich die Geschichte sehr überladen mit vielen Ereignissen. Deshalb muss ich zugeben, dass ich etwas enttäuscht war. Ich hätte mir lieber erhofft, dass es ein bis zwei ergreifende Ereignisse gegeben hätte, die allerdings viel mehr Einfluss auf die jeweiligen Persönlichkeiten gehabt hätten.

Bewertung:

Da mir das Buch einerseits echt gut gefallen hat, ich aber andererseits auch irgendwie enttäuscht war, dass es mir so überladen vorkam, kann ich dem Buch leider nicht mehr als die folgenden Sterne geben:
★★★★



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